Die Lichtwiesenbrücke

Jeder von unseren Teilnehmern am Darmstädter Lauf-Treff kennt die Brücke am Ende der Lichtwiese gleich hinter der Bahnbrücke.

Es ist der Überweg über den Darmbach, der sich in Mäandern seinen Weg Richtung Stadt sucht und wenige Hundert Meter später unter der Stadt durchgeleitet wird, um im Herrngarten kurz wieder aufzutauchen. Diese Brücke konnte in früheren Zeiten, etwa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, durch einen Zapfen verschlossen werden und diente den Bessunger Bauern als Viehtränke. In alten Urkunden wird dieser Überweg als Bessunger Zapfen erwähnt. Dort stand auch ein Falltor zum Bessunger Hegwald. Falltore sollten das Entweichen des Wildes aus dem Wald, der dem Landgrafen gehörte, verhindern. Durch ein besondere Aufhängung fielen die Lattentore von selbst zu, wenn nachlässige Passanten die Sperren offen ließen, und die Durchgänge blieben geschlossen.

Es gab eine ganze Reihe solche Falltore im Darmstädter Wald, die aber alle verfallen sind, aber ihre Namen blieben erhalten. Am bekanntesten ist wohl das Böllenfalltor an der Kreuzung von Klappacher und Nieder-Ramstädter Straße. Damals führte die alte Oberramstädter Straße hier in den Wald, die durch ein solches Falltor verschlossen werden konnte. Die Klappacher Straße war von Pappeln gesäumt, die im Volksmund Böllen genannt wurden. Daher stammt der alte Namen Böllenfalltor.

30.08.05 Bernd Engelhard

Letzte Änderung: 2007-04-17 (Mathias Halbach)